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VORST: Fußball- C-Ligist SF Vorst II hat am gestrigen Donnerstag die Pflichtaufgabe gegen die Zweitvertretung des VfR Büttgen erledigt. 3:1 endete das einseitige Spiel nach 90 min, mit dem besten Spiel der Vorster seit langem.
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SF Vorst II : VfR Büttgen II 3:1 (1:0)
Das überfüllte Waldstadion stand Kopf, als Schiedsrichter Marcel Meding die Partie pünktlich nach 90 min um 21:17 Uhr abpfiff. Die Vorster schlugen im sogenannten „Lokalderby“ die Nachbarn aus Büttgen souverän mit 3:1. Der Eklat vom letzten Sonntag hatte sich anscheinend, gepaart mit dem Derbyfieber, in die Köpfe gebrannt und mit Motivation und Moral wollte man den 6:1 Erfolg vom Hinspiel wiederholen.
Das Spiel begann ebenso gut wie am vergangenen Sonntag in Glehn, wurde aber diesmal bis zum Ende des Spiels umgesetzt. Das Potenzial der Mannschaft wurde gestern eindrucksvoll gezeigt und die Zuschauer hatten ihre wahre Freude am Spiel. Über das gesamte Spiel hinweg wurde das umgesetzt was der Trainer, seit Beginn der Saison, predigte. Das Kurzpassspiel und vor allem das Spiel über außen wurde fast perfekt umgesetzt, die Abwehr stand diesmal goldrichtig und das Spiel wurde aus der Abwehr nach vorne getragen, ohne die bisher bemängelte Kick and Rush Weise. Holger Jerzy kehrte nach Verletzungspause und Blitzheilung zurück in die Mannschaft, was man der Defensive deutlich ansah. „Durch naturbelassene Mittel, gekonnten Massagen und Elektroschock Therapie, konnte ich Herrn Jerzy noch rechtzeitig für das Derby fit bekommen“ so Homöopath und Akupunktur-Spezialist Hu Chen Reuter auf Nachfrage der Presse.
Im Mittelfeld wurde der überragende Frank Müllers aufgestellt, der viele Akzente setzen konnte, sowie Tim Rosenberger auf der rechten Seite. Eigentlich konnte man keinen der Akteure herausheben, denn jeder Spieler setzte die Anweisungen des Trainers in einer fulminanten Weise um. Ausnahmslos alle Spieler, fertigten die Gäste aus Büttgen, mit gekonntem Spiel ab. Aufgefallen, nach mäßigen vorangegangen Spielen, war Patrick Hilgers im offensiven Mittelfeld sowie Stefan Beyer auf der rechten Seite und Sören Schäfer. Der von der ersten Mannschaft geliehene Sascha konnte immense Kontraste auf der linken Seite setzen, was ein guter Beitrag für die gesamte Mannschaft darstellte. Ebenso absolvierte Markus Wischnitzki ein hervorangendes Spiel aus der Abwehr nach vorne. Thorsten Müllers der im Vorster Tor stand, wie gewohnt in ausgefallenem Trikot, auf der Linie, hatte aber im kompletten Spielverlauf recht wenig zu tun. Jörg Heimes, wie gewohnt auf der 6er Position setzte gute, offensive Kontraste, was sich in den hohen Torchancen, aber der geringen Torausbeute bemerkbar machte. „Von 100 Prozent, der 100 prozentigen Torchancen macht er 100 Prozent der 100 prozentigen nicht“ so ein wortgewandter Zuschauer an der Außenlinie. Was aber nicht bedeutet das Heimes ein schlechtes Spiel bestritt, ganz im Gegenteil war der Fall, ebenso wie seine Teamkollegen war er Garant für den deutlichen Sieg der Vorster. Karim Obdallah, als alleiniger Stürmer, knipste das überfällige 1:0 für die Vorster. Wie ein guter Stürmer sah man ihn in den wichtigen Szenen immer wieder aufblitzen, womit er sich auch seinen Treffer verdiente.
Das Spiel wurde fünf Minuten verspätet, um 19:35 angepfiffen, von Beginn an spielte Vorst den entscheidenden Part in diesem, immer heiklen Lokalderby. An Kuriosität und Pech mangelte es im ganzen Spiel nicht, denn bei den Angriffen der Vorster kamen reichliche Chancen zum tragen, was überwiegend oft am Aluminium (4x) oder im Fangnetz endete. Die Defensive der Gegner stand schlecht und es war ein leichtes, über außen, immer wieder Vorstöße auf das Tor zu machen. Bis kurz vor der Halbzeit waren extrem viele Möglichkeiten für den Besuch des Tornetzes gegeben, wurden aber nicht verwertet. In der 40 min erlöste Karim Obdallah, die bis dato verwöhnten und nach Toren gierenden Zuschauer im Vorster Waldstadion. „Das wurde auch Zeit“ dröhnte es aus allen Richtungen. Tim Rosenbergers Torschuss verunglückte sichtlich aber Obdallah war zur Stelle und schob, im fünf Meterraum, den Ball gekonnt zum 1:0 ein. Einziger Kritikpunkt ist eigentlich nur, die zehn minütige Phase der Lethargie, die aber schnell beilegt wurde. Obwohl das zweite Tor in der Luft lag und die Notwendigkeit eines weiteren Tores wichtig war, wurden die Spieler und Zuschauer erst in der 55 min erlöst, in dem Sascha den Ball zum 2:0 einschoss. Grenzenloser Jubel und überschwängliche Freude war in den Gesichtern der Akteure und Zuschauer zu erkennen und das Anstoßen der Bierflaschen hallte durchs Stadion. In der 60 Minute konnte Obdallah seine wohlverdiente Auszeit nehmen und wurde für Milan Carl ausgewechselt. Der Ersatztorwart sollte noch eine Rolle im Spiel darstellen. Auch der Anschlusstreffer in der 65 min zum 2:1, der in manchen Spielen den Ausschlag für ein verlorenes Spiel gab, konnte die starken Vorster auch nicht erschüttern. Der Abwehrfehler war auch der einzige Punkt wo es in der Defensive der Vorster nicht stimmte, der Rausch von der Führung wollte nicht verschwinden und so wurde daher wenig Wert auf diesen Fauxpas gelegt. So kam die Antwort der Vorster zehn Minuten später, indem Frank Müllers einen gekonnten Pass auf Milan Carl schlug, der nun zum Matchwinner wurde. Er erzielte den absolut verdienten 3:1 Entstand, in einem Anfangs sehr zerfahrenen Spiel. In der 80 Minute konnte auch endlich Holger Jerzy seine Kapitäsbinde an Rosenberger übergeben und seine Leistung gebührend mit Shakehands feiern, für ihn kam Stephan Kuck in der Spiel, der leider keine großen Akzente setzen konnte, sich aber wie alle anderen Spieler den Sieg verdient hatte.
Kuriosität war nicht nur das erscheinen von Frank Schiffer im Kader, es war auch die etwas wunderliche Entscheidung des Schiedsrichters, der eigentlich eine Gute und auch rigorose Partie ablieferte. Gelbe Karten verteilte er gleichermaßen für Vorst und Büttgen. In einer, allerdings sehr strittigen Situation wurde das Waldstadion zu einer Höllenbude, das Vereinsmotto „Willkommen auf Vorster Asche - Hier bin ich Mensch, hier grätsch ich rein“ hätten wohl einige Zuschauer gerne am gegnerischen Torwart ausgelassen, natürlich alles im übertragenden Sinne. In dieser etwas heiklen Situation, indem Sascha mit dem Torwart zusammenstieß, und dieser sich nur aus den Armen des Torhüters befreien wollte, wurde vom Schiedsrichter als Tätlichkeit angesehen. Das ist natürlich immer Auslegungssache, aber hier hätte der unparteiische allenfalls eine gelbe Karte und Freistoss für Büttgen geben müssen, da waren sich alle Zuschauer einig. Im Verlauf dieser Aktion, wahrscheinlich auch weil der Schiedsrichter unsicher war, befragte er den Torwart ob diese Aktion tatsächlich eine Tätlichkeit war, unverständlicherweise oder vielleicht nur aus Ärger, antwortete dieser, was keiner gerne gehört hätte. „Ja, es war eine Tätlichkeit“ daraufhin bekam Sascha die Rote Karte und ist, nun aufgrund wager Tatsachen, gesperrt.
Fazit:
Endlich einmal ein positiver Spielbericht, den die Presse gerne schreibt. Das Spiel wurde so umgesetzt wie der Trainer es wollte. Es war als Zuschauer ein schönes Spiel und man schaute den Akteuren gerne zu. Die Motivation, Moral und das Selbstvertrauen spürten die Zuschauer schon während des Spiels, obwohl sich vor dem Derby ein schlechtes Gefühl verbreitete, was sich allerdings nicht bewahrheitete. Das eingeübte Kurzpassspiel und das Spiel über außen, sowie das starke Mittelfeld machten den Erfolg der Mannschaft erst möglich. Die Defensive stand perfekt und der Sturm tat sein übriges, gleich zwei Stürmertore wurden in letzter Zeit selten erzielt. Die Staraufstellung sollte den Erfolg ausmachen und der Coach hatte hier ein perfektes Händchen für die Einwechslung von Milan Carl. Wie schon oben erwähnt, kann man eigentlich niemanden herausheben, denn alle Spieler, ob es nun die Auswechselbank, die Eingewechselten oder auch die Akteure auf dem Feld waren, hatten ihren Anteil am erfolgreichen und verdienten Sieg in diesem Derby. Es war ein wundervolles und ansehnliches Spiel, das in dieser Form öfter gesehen werden könnte. In diesem Spiel konnte man das Potenzial und den Zusammenhalt spüren. Die Eskalation vom letzten Spiel und die darauffolgende Vertrauensfrage wurden eindeutig widerlegt, was man dem Spiel ganz klar ansah. Mit Kampf und Selbstvertrauen, das in letzter Zeit nicht vorhanden war, lassen sich die restlichen Spiele bis zum Saisonende sicher noch mit erhobenem Kopf erfolgreich beenden lassen. In den Köpfen muss sich dieses Spiel einbrennen und immer wieder bei anderen Gegnern abrufen lassen, dann klappt es sicher bei jeder anderen Mannschaft auch.
Und denkt immer dran: „Ab sofort heißen alle Gegner VfR Büttgen“
Gratulation zu diesem verdienten Sieg, Männer !!!!
Auf geht´s 1. Mannschaft, jetzt seit ihr dran.... VIEL GLÜCK
» 2 Kommentare
2"TR beim VfR Büttgen 2" am Samstag, 2. April 2011 12:40
Hallo Kollegen ! Es war für Euch ein verdienter Sieg an diesem Tag. Aber auch wir sind ja nicht schlecht unterwegs. Lagen ja nicht umsonst vor dem Spiel noch vor Euch. Ihr habt ja ( nein alle im vorster Wald) aiuch gesehen, dass ich einige angeschlagene Spieler am Start hatte. Allerdings bei aller Euphotrie ; haben wir zu Beginn der 2.Hälfte ausgeglichen, und Euch doch ein wenig aus dem Rhythmus gebracht. Dann habt ihr aber 10 Minuten später das 2:1 erziellt. Wir freuen uns auf eure Sportwoche
1Kommentar am Freitag, 1. April 2011 12:19
Super Bericht!!!! Das Spiel hätte locker 10:1 ausgehen können!!!! So und jetzt beim nächsten Spiel wieder Punkten! Gruß Fussballgott
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