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Am dritten Spieltag der Kreisliga C, ging es am gestrigen Abend gegen SV Glehn im Sportpark an der Johannes-Büchner Straße. Beim zweiten Flutlichtspiel der Saison trennten sich die Kontrahenten nach kampfreichem und schnellem Spiel mit 1:2 Toren.
SV Glehn : SF Vorst II 1 : 2 (1 : 1)
Ort: Sportpark Glehn
Datum: 30.08.2011
Anstoss: 19:30 Uhr
Tore: 0:1 Jerzy (10. Minute)
1:1 SV Glehn (43. Minute)
1:2 Simshäuser (65. Minute)
Startaufstellung:
Tor: Schütz Christoph
Abwehr: Marx Patrick, Pede Detlef, Brückner Matthias, Kamps Sebastin
Mittelfeld: Friese Rene, Kuck Stefan, Jerzy Holger (C), Wieler Björn
Sturm: Carl Milan, Ahlert Michael
Spieler des Tages: Christoph Schütz
Das dritte Spiel sollte anders werden als die unglücklich vorangegangenen. Obwohl die Mannschaft um Dohmen und Leitzke die ersten Spiele dominierten, aber letztendlich unglücklich mit einfachen Stockfehlern verloren, wurde dieses Spiel erfolgreicher.
Die Mannschaft aus Glehn hat seit Saisonbeginn einen neuen Trainer, der die Geschicke mit den überwiegend jungen Nachwuchsspieler leitet. Eine Umstrukturierung fand, genauso wie in Vorst, auch dort statt. „Das Niveau liegt inzwischen sehr hoch und auch junge Spieler wurden dort erfolgreich rekrutiert und integriert“. Wir wollen in dieser Saison eine gute Rolle im oberen Tabellenmittelfeld spielen“ so auf der Webseite der Glehner zu lesen.
Von Beginn an, hatte das Spiel ein sehr hohes Tempo zu bieten. Im Gespräch mit dem Trainer der Glehner nach dem Spiel war dieser begeistern von der Leistung beider Mannschaften. „Dieses Spiel war ein temporeiches und sehr schnelles Spiel, hier kann sich manche Mannschaft aus der Kreisliga B eine Scheibe abschneiden“, so der Glehner Trainer. Die Vorster Presse sieht das genauso. Im Spiel erkannte man, in den sehr kompakt stehenden Mannschaften, das jeder als Sieger vom Platz gehen wollte.
Das Spiel der Gäste aus Vorst, begann ebenso gut und dominierend wie in der vorangegangen Spielen. Sie erkämpften sie sich Torchancen, die sie aber, wie in den letzten Spielen oft gesehen, nicht verwerten konnten. Wieder einmal war die dominierende Mannschaft die Reserve vom Waldstadion. 60 Prozent Ballbesitz sowie ein gutes aber hektisches Mittelfeld, konnten die Glehner in gewissen Situationen arg in die Bredouille bringen. Die nicht immer sichere Abwehr, wurde mit gezielten Maßnahmen in Form des Kurzpassspiels ausgehebelt. Allerdings war der Abschluss nicht erfolgreich und die Bälle gingen kurz vorm Tor meist verloren. Torchancen wurden nicht verwertet, was auch Trainer Dohmen am Spielfeldrand erkannte und dieses auch lauthals kundtat. Erste Chance hatte Michael Ahlert, der nach einem tollen Pass von Milan Carl, den Ball in den Lauf bekam, diesen aber im Strafraum der Gegner nicht richtig zu einem Tor abschließen konnte. Holger Jerzy hatte kurz danach erneut eine Chance zur Führung, indem er einen Freistoß aus 20 Metern, zielgerecht auf das gegnerische Tor hämmerte. Leider wurde dieser Schuss, vom Gäste-Torhüter mit einer Glanzparade entschärft. In dieser Anfangphase war Vorst eindeutig dominierend, was sich auch zur Führung auswirkte.
Im halblinken Mittelfeld erkämpfte sich Holger Jerzy den Ball, diesen trieb er fast bis zur Aussenlinie und schoss auf das Tor des Glehner Torhüters. Der Schuss wirbelte mit vollem Drall und in einer Bogenlampe aufs Tor und senkte sich professionell über den Torhüter in den rechten Winkel des Tores. 0:1 für Vorst in der 10 Minute. Im weiteren Spiel und mit hohem Tempo wirbelten die Mannschaften auf die jeweiligen Tore, die aber meist bei beiden Mannschaften ins leere liefen. In der Summe hatte Vorst mehr Tormöglichkeiten, die aber nicht verwirklicht wurden. Das ein oder andere Mal musste sich Torwart Christof Schütz in das Spiel einschalten, in dem er den Ball als „Libero“ von hinten heraus, auf die meist freistehenden Aussenverteidiger spielte um somit das Spiel aus der Defensive aufzuziehen. Bärenstark auf der Aussenseite waren Vize-Captain Rene Friese und Rückkehrer Björn Wieler. Die Stürmer wurden indes nur mit langen Bällen geschickt, die dann meist von der Glehner Defensive entschärft wurden. Der Torabschluss mitlang im ganzen Spiel, obwohl die Abwehr meist sehr tief stand, sodass lange Bälle in die Spitze ihre Wirkung nicht voll entfalten konnten. Durch eine Unachtsamkeit der Defensive gelang Glehn, kurz vor der Pause, der Anschlusstreffer zum 1:1; Zum erstaunen des Trainergespanns war dies eine sehr ärgerliche Situation.
In der Halbzeit wurde vom Trainer, wie in den anderen Spielen auch angesprochen, die Dominanz der eigenen Mannschaft hervorgehoben. Im Spiel fehlte überwiegend das Kurzpassspiel, allerdings konnte man phasenweise dieses aufblitzen sehen. In der 45 Minute kam Simshäuser für Carl ins Spiel, der leider keinen guten Tag erwischt hatte.
Die zweite Halbzeit begann weiter in dem Tempo, wie es in der ersten Spielhälfte aufhörte. Die Innenverteidigung stand und Tormöglichkeiten ergaben sich für die Glehner kaum. Zu seinem Debüt kam, genauso wie Patrick Marx auch Stürmer Patrick Simshäuser, der im Laufe des Berichts noch erwähnt werden wird. Marx spielte im ersten Spiel nach seiner Karrierepause, eine starke Partie, die er souverän herunter spielte. Das Spiel plätscherte vor sich hin, ohne nennenswerte Möglichkeiten.
Nach einem Einwurf von Rene Friese setzte sich Holger Jerzy, in der 65 Minute an der Aussenlinie durch und flankte den Ball scharf und lang in den Strafraum. Genau im richtigen Moment, setze sich Simshäuser gegen seinen Gegenspieler durch und schoss den Ball mit Vollspann ins Tor. 1:2 für Vorst.
Eine weitere Chance ergab sich, wieder um durch Jerzy, der von Friese auf der rechten Seite den Ball bekam und ihn scharf in den Strafraum brachte. Leider rauschten gleich zwei Vorster knapp am Ball vorbei. In der Mitte der Halbzeit wurde der Gastgebende Stürmer unglücklich und völlig unnötig (es war auch eindeutig vor dem Strafraum) gefoult; Elfmeter für Glehn. Wieder sah man sich, an seine eigene Unfähigkeit erinnert, folgten doch Gegentore meist durch eklatante Fehler. Torwart Christof Schütz war nun gefragt, mit einem schlecht geschossenen Strafstoss konnte Schütz diesen brillant entschärfen; immer noch die Führung der Vorster. Rene Weifels, vorher für Michael Ahlert hineingekommen, hatte das Tor zum 1:3 auf dem Kopf. Der Ball kam wieder von der linken Seite in den Strafraum, das Torhüter verschätze sich und Weifels musste nur den Ball nur ins Tor köpfen, allerdings bekam er das Runde nicht ins Eckige. Wahrscheinlich lag es daran das er den Ball nicht richtig kontrollieren konnte, weil sein Gesicht im Weg war. Schade, jeder hätte es im gegönnt. Weiter ging es mit Sebastian Kamps der sich vorbildlich im Mittelfeld durchsetzte und nun allein auf das Tor der Gegner lief, aber anstatt den Ball scharf auf das Tor zu schießen versuchte er den Ball über den Torhüter zu lupfen. Leider war das keine gute Idee, der Torwart schnappte sich den Ball, und der mitgelaufene Stürmer Ahlert war ein wenig erbost über diesen Abschluss. Im weiteren Laufe des Spiels, kamen beide Mannschaften zu kleinen Chancen, die aber nicht mehr ausschlaggebend für den Spielverlauf waren. Zum Ende hin, gab es für Rene Friese, der schon in der ersten Halbzeit eine gelbe Karte wegen Meckerns bekam, die Gelb-rote Karte wegen Ball weg Schlagens. Diese Aktion war völlig unnötig, aber schadete der Mannschaft in den letzten Spielminuten nicht mehr. Dieses Spiel war eines der temporeichsten Spiele und Glehn war ein ernstzunehmender Gegner, das ebenfalls Potenzial für die Zukunft bietet. Dennoch: Erster Sieg und verdienter Erfolg.
Fazit:
Warum muss das Runde ins Eckige? Diese Frage stellt sich bisher an jedem Spieltag. Ganz so einfach scheint die Antwort nicht zu sein, ist doch diese Phrase für die Vorster Reserve nicht wirklich zu realisieren. Dominanz und Ballbesitz allein besiegt keine Gegner, das hat man schon beim großen FC Bayern gesehen. Der Torabschluss funktioniert noch nicht und der Sand im Getriebe der Offensive, scheint auch nicht heraus zu rieseln. Was kann man den nun dagegen machen? Abschlüsse im Training zu üben scheint, zumindest in der Vorbereitung nichts zu nützen. Vielleicht platzt der Knoten in der nächsten Zeit und vielleicht wird durch den ersten Sieg die Offensivqualität gesteigert. Wünschen würde es sich nicht nur die Mannschaft, sondern auch den Trainer, der wild am Spielfeldrand steht und sich die Haare rauft. Einzige Antwort darauf kann nur die Mannschaft geben, die in den letzten Spielen gezeigt hat, welche immense Qualität und Potenzial dort herrscht. Also weiter so, Männer dann kommen die Tore von ganz alleine.
Ein großes Dankeschön an Physio Andy Klimpt, der uns immer mit köstlichen Getränken und Massagen versorgt. Ausserdem an Betreuer Kalli Incze, der uns tatkräftig bei den Spielberichten aushilft. DANKE im Namen der ganzen Mannschaft.
Presseabteilung
Anmerkung: unter Rubrik „Mannschaft“ ist die Torschützenliste hinterlegt
» 1 Kommentar
1Kommentar am Mittwoch, 31. August 2011 20:08
Klasse Bericht. Auf zum nächsten Sieg !
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