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…oder wo ist der Ring?
Die Reservisten der Sportfreunde gewinnen ihr zweites Saisonspiel und fahren damit die ersten drei Punkte der Saison ein. Aufgrund der ersten Halbzeit ein überaus verdienter Sieg, gegen allerdings erschreckend schwache Gäste aus Gnadental.
Man was soll das? Wer klingelt denn sonntags um diese Uhrzeit! Unverschämtheit! Wenn das wieder Gollum ist, der bekommt diesmal kein Geld! Nagut, was soll’s, wenn eh schon wach, kann man ja auch kurz die Augen aufmachen... 12:20 h! Unverschämtheit es ist doch Sonntag.... SONNTAG!!! Ist das etwa nicht die Tür sondern das Telefon? 'Coach? Wann haben wir Treffpunkt...' Antwort: 'Um 12:00h!' Kommentar: 'Dann bist du wohl zu spät.....' Was dann folgt ist Rekordanziehen, Rekordautofahrt, Rekordansprache und Rekordschämen... Mann, Mann, Mann wie peinlich, egal, Gott sei Dank, hat der Coach wohl wissend am Vortag die Aufstellung auf einen Zettel geschrieben... Demnach wird wie folgt gestartet:
Gates - Chamber - Beton und Granit - Doppelpack, Joy, Linus, Siegelring - Ali - Müllisch, Fortunenbomber
Die sportlichen Freunde also in der klassischen Aufstellung, wie sich das für einen schönen bis bewölkten Sonntagnachmittag gehört. Bloß keine Experimente nach einem enttäuschenden Auftaktspiel, welches die Sportfreunde zwar dominierten aber zu recht mit 4:3 verloren. Diesmal gab es Veränderungen auf drei Positionen. Im Tor die Reinkarnation von Peter Shilton für Jörn P, im Sturm Kharim, als Ergänzung viel zu schade, und auf der Außenbahn der Junkerssproß ohne Siegelring, was beinahe fatal geendet wäre. Björn anstatt im Sturm diese Woche auf der linken Seite für die Geldspende. Nicht das hier Gerüchte entstehen: Geldspende ist eine Person, deren Name nicht unzufällig mit dem gleichen Buchstaben beginnt, keine Handlung.
Ähnlich wie in der Vorwoche waren die Sportfreunde wieder von Beginn an gut im Spiel und vor allem im Mittelfeld erarbeiten sich Joy und Linus ein Übergewicht, wobei hier nicht das körperliche sondern das spielerische gemeint ist. Lediglich dem Sturm war anzumerken, dass man so noch nie zusammengespielt hat, und so konnte das überaus herausragende Potential, des vielleicht ältesten Sturmduos der Kreisliga C, in den ersten 10 Minuten nicht wirklich aufblitzen. Schlagartig änderte sich das mit dem 1:0 für die Sportfreunde. Ein Zufallsprodukt? Nein, eine wunderschöne Kombination des Stürmerdreiecks, wenn wir hier die offensive Zehn als Stürmer bezeichnen dürfen. Ein doppelter Doppelpass und schwup kann Kharim einschieben. Das Spiel danach komplett in Vorster Hand und Gnadental war nun schon nur noch lustlos, wie ein Scheibenschütze bei der Parade oder ein Jung beim nichts dafür können. Die Konsequenz daraus, Vorst dominierte das Spiel nun nach belieben. Folgerichtig kam Vorst II auch zu einigen Großchancen. Eine davon konnte Björn mit einem wunderschönen Kopfball ins lange Eng zum 2:0 verwandeln. Wunderschön war er der Kopfball, war er gewollt! Sagen wir mal ja, weil das Gegenteil sich leichter behaupten lässt. Auch das 3:0 erzielte, dann der umfunktionierte Linksaußen Björn. diesmal konnte sich Ali auf der linken Seite wunderbar durchsetzen, wobei sich hier die Frage stellt, ist es überhaupt möglich sich ohne Gegenwehr durchzusetzen? Sagen wir auch hier mal ja, weil Gegenspieler ja schon anwesend waren, wenn auch hier nur körperlich. Rückpass auf Björn, der nur noch einnetzen braucht. Dies alles passierte in den ersten 30 Minuten. Alles war also auf einen Sieg der Sportfreunde getrimmt... Alles, ja alles, es war eigentlich nur eine Frage, nach dem wie hoch fällt der Sieg aus? Tja, das Problem ist nur, für einen hohen Sieg muss man weiter Fußball spielen! Das taten die Sportfreunde zwar und es passierte nicht, was der Leser vielleicht jetzt erwartet. Nein, die Sportfreunde gerieten nicht mehr in Gefahr, aber sie machten nichts mehr aus ihrer haushohen Überlegenheit. Die elf Mannen taten nichts mehr für ein Tor. Der Ball lief zwar teilweise schön durch die eigenen Reihen, aber entweder verfehlte der Schütze das Tor oder der Pass den Mitspieler... Auch die Einwechslung von Vizekapitän Cook für den zweifachen Torschützen, der seinen verdienten Applaus abholen konnte, weckte die Sportfreunde nicht mehr aus ihrer Traumwelt auf. Weiter Einwechslungen, wie die von Dozer und Mr.Mint für Kharim und Ali blieben auch wirkungslos. Die Sportfreunde brachten einfach nur das Spiel über die Runden. Schade eigentlich, weil man drückend überlegen, das Wetter glänzend und der Siegelring in der Asche eingegraben war. Ja, eigentlich beste und schönste Vorraussetzungen für ein wunderschönes Fußballspiel! So, eher Fußball zum Abgewöhnen, aber wen interessiert das heute noch. Die Sportfreunde gewinnen schon verdient, können aber froh sein, dass sie auf einen Gegner trafen, der ihnen nicht ganz das Wasser reichen konnte. Ein anderes Team und das Spiel wäre verloren gegangen. Rückblickend also eine passable erste aber eine miserable zweite Halbzeit.
Für alle die sich Fragen ist der Siegelring eigentlich wieder aufgetaucht? Ja, ist er :-)
» 1 Kommentar
1"Wo ..." am Freitag, 5. September 2008 11:30
... war der Ring?
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